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Erste Aktivschule Charlottenburg
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Alt-Lietzow 31
10587 Berlin

Welcher Konzeption folgen wir?


Jahrgangsgemischte Gruppen Klasse 1 bis 4 und 5 bis 6

Da unsere Schule ein Ort des Lernens vom Kind aus sein soll, orientieren wir uns konzeptionell an der Pädagogik Maria Montessoris. Die Lerngruppen (Klasse 1-4, 5-6) bestehen aus maximal 14 Kindern, die von zwei Mitarbeitern (z.B. Lehrer und Erzieher, Lehrer und Lerntherapeut) betreut werden. Wir haben uns für eine jahrgangsübergreifende Organisation entschieden, weil diese die Heterogenität der Lernanfänger berücksichtigt und gewinnbringend nutzt. Hier können Kinder mit einer anderen Muttersprache, einem anderen kulturellen oder sozialen Hintergrund gemeinsam viel voneinander lernen. Die Schülerinnen und Schüler lernen individuelle Unterschiede zu respektieren und wertzuschätzen. Alle Kinder, auch mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, können mit Spaß und Interesse an die Lernaufgaben herangehen. Es wird an die jeweilige individuelle Lernausgangslage angeknüpft. Leistungsstarke Kinder werden nicht unterfordert, aber auch leistungsschwächere Kinder nicht überfordert. Jedes Kind kann entsprechend seinen Voraussetzungen Lernangebote nutzen und individuell seine Kompetenzen entwickeln.


Vorbereitete Umgebung

Geleitet wird die Arbeit der Kinder durch den Einsatz einer vorbereiteten Umgebung, die ihnen helfen soll, ihr Lernen selbst zu gestalten. In offenen Regalen befinden sich vielfältige Bücher und Materialien, die Angebote unterbreiten und Anreize schaffen sollen. Hier werden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, entsprechend ihrer Interessen mit auszuwählen, was in diese Regale gehört. Sie erfahren, dass ihre Meinungen und Vorlieben geschätzt werden. Neben Montessori-Materialien stehen Wissenschaftsmaterial, Computer, Sachbücher, Fachzeitschriften usw. zur Verfügung.


Freie Wahl

Der Unterricht orientiert sich an den Voraussetzungen, Interessen und Bedürfnissen der Kinder und will offen sein für die gesamte Persönlichkeit des Kindes. Jedes Kind wählt sich selbstständig und von seinen Interessen geleitet seine Aufgaben und Themen aus. Sie haben die Möglichkeit zu wählen, wann sie an einer Aufgabe arbeiten wollen, wo und mit wem und wann sie diese beenden. Selbst wenn durch den Berliner Rahmenplan inhaltlich vorgeschrieben ist, was gelernt werden muss, werden unterschiedliche Lernmethoden für die gleichen Informationen oder Materialien angeboten. Wesentlich ist, dass die Kinder sich ein Ziel setzen, auf das sie hinarbeiten möchten. So lernen sie auf selbst gesteuerte Weise zu lernen und Strategien zur Problemlösung und Entscheidungsfindung auch auf Lernprobleme zu übertragen. Viele Kinder sind bereit, eine Entscheidung zu treffen, andere müssen möglicherweise erst lernen, eine Wahl zu treffen, die ihren Lernprozess unterstützt. Sie lernen auch, dass eine Auswahl nur in bestimmten Zeiträumen getroffen werden kann und dass nicht jedes Material und jede Option jederzeit für sie bereitsteht.


Lernen in Bewegung

Das Lernen in Bewegung sowie die spezielle Förderung von Kindern mit Lern- und Entwicklungsverzögerungen gehören zu unserem Konzept. Daher sind unsere Schüler nicht nur auf ihren Gruppenraum, der mit vielen anregenden Materialien ausgestattet ist, beschränkt, sondern dürfen auch andere Räumlichkeiten wie den Flur, die Küche oder den Eingangsbereich aufsuchen. Die Kinder dürfen sich beim Lernen bewegen. Spielen und sich bewegen sind elementare Lebensäußerung und Ausdrucksformen. Bewegung erhält uns nicht nur gesund und schlank, sondern verbessert auch die Leistungen beim Lernen. Lesen, Schreiben und Rechnen basieren u.a. auf einer gut funktionierenden Wahrnehmung und altersgerechten Motorik. Mittels vielschichtiger Spiel- und Bewegungserfahrungen erschließen sich Kinder ihre Umwelt und erlangen Erkenntnisse über sich selbst und andere.


Sozialerziehung

Ein prägender Bestandteil ist die Sozialerziehung, die durch die natürliche Begegnung mit Kindern anderen Alters unterstützt wird. Sie lernen, miteinander tolerant und achtungsvoll umzugehen. Die Kinder helfen einander gerne, gehen aber mit der Hilfe sparsamer um als Erwachsene. Sie wissen, wann Hilfe gebraucht wird und wann sie überflüssig ist. Sie spornen sich untereinander zu höheren Leistungen an. Die Jüngeren entwickeln oft einen großen Ehrgeiz, das zu können, was ältere Kinder schon können und möchten sie gar überflügeln. Ältere Kinder können während der gemeinsamen Arbeit mit Jüngeren ihr Gelerntes wiederholen und festigen. Beim Erklären können sie feststellen, wo sie Lücken haben und noch üben müssen. Wenn es einem Kind gelingt, einem anderen etwas verständlich zu machen, ist es sehr stolz darauf. Dies wiederum stärkt sein Selbstbewusstsein.


Mitbestimmung

Unsere Schüler dürfen über viele Bereiche des Schullebens mitbestimmen. Während der gemeinsamen Gesprächsrunden überlegen sie sich, womit sie sich am Tag beschäftigen werden, treffen Absprachen, wer welche Materialien zuerst benutzt, wer an den Computer geht und wer mit wem und wo arbeiten möchte. Die Gesprächskreise dienen der Mitteilung von Ideen und Vorschlägen für die Arbeit, zur Klärung von allgemeinen Fragen, der Konfliktbewältigung in der Gruppe, der Präsentation von Ergebnissen u.a. Wir unterstützen und fördern u.a. die Entwicklung von Selbstbewusstsein und Selbständigkeit, Identitätsfindung, die Fähigkeit zu Argumentieren und eigene Positionen zu finden und zu vertreten, Verantwortung für sich und Mitschüler zu übernehmen, Hilfsbereitschaft, Kritikfähigkeit, Toleranz und Empathie zu entwickeln. Zur Erreichung dieser Ziele gibt es Patenschaften für neue und jüngere Schüler/innen, ausreichend Kontakt zur Natur und Umwelt, Gartenbau und der Kontakt mit der älteren Generation. Wir respektieren die Idee der Freiheit und Selbstbestimmung und fördern die Eigenverantwortlichkeit und Selbstkontrolle. Es ist eine Herausforderung, stets das richtige Maß, die Balance zwischen Freiheit und sinnvollen Grenzen zu finden. Die Schülerinnen und Schüler sollen ausprobieren dürfen, Versuch und Irrtum als wissenschaftlichen Erkenntnisweg erleben, Fehler machen dürfen und diese als Anhalts- und Ausgangspunkte für ihre nächsten Schritte ansehen. So kann sich Kreativität entwickeln und können Lösungen für Probleme gefunden werden.

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